„Siehe, ich mache alles neu“ Stadtpilgergang nach St. Johannes

Stadtpilgergang

 

 

“ Siehe, ich mache alles neu.“

Werne. (g.k.) Pünktlich um 17.00 Uhr verdunkelte eine riesige Regenwolke den Himmel über Werne und öffnete seine Schleusen. Das hielt aber 12 Pilgerinnen nicht davon ab, sich am Freitag, den 4. September 2026, zum Stadtpilgergang mit dem Thema „Siehe, ich mache alles neu“ an der Pilger Stele auf dem Kirchhof einzufinden. Der Förderverein Jakobsweg Werne e. V, hatte unter Leitung von Pilgerbegleiterin Petra Kimm zu der 4km langen Tour eingeladen.

Die Pilgernden versammelten sich an der Jakobusfigur in der St. Christophorus-Kirche  und Petra Kimm gab eine Einführung in die Jahreslosung der Christen 2026:“Siehe, ich mache alles neu“. Ein Vers, der Hoffnung auf einen Neuanfang macht.

Von der Kirche führte der Weg durch die Innenstadt an der Horne entlang bis zum Glockenturm von St. Johannes. Das Kirchenschiff von St. Johannes wurde Ende 2025 abgerissen. Aufgrund eines Mobilfunkvertrages blieb der Turm stehen. An der Brachfläche wurde die Gruppe von Pfarrdechant Jürgen Schäfer empfangen. Er gab einen Überblick über die Geschichte der Kirche St. Johannes und die aktuelle Situation. Beeindruckend war dann das pünktlich um 18.00 Uhr einsetzende Geläut der Glocken.

Dann wechselte die Gruppe ins Pfarrheim St. Johannes und versammelte sich in der neugestalteten und 2024 eingeweihten Kapelle. Die Teilnehmenden waren von der besonderen Gestaltung des Raumes sofort sehr beeindruckt. Die Gemeinde sitzt nicht vor dem Altar, sondern versammelt sich um den Altar, was eine besondere Atmosphäre erzeugt.
Pfarrdechant Jürgen Schäfer berichtete, dass viele Gegenstände aus der alten Kirche in die neue Kapelle übernommen wurden. So z.B. der Tabernakel, das Kreuz, die historische Pieta oder die Reliquien des alten Altares. Sie befinden sich in einem goldenen Kästchen in der Ruhr-Sandsteinplatte des Altares. Der Altar ist gesägt worden aus dem alten Altar von St. Johannes.

Die bleiverglasten, bunten Fenster stammen aus der Taufkapelle der St. Johannes Kirche. Benediktinerpater Abraham Fischer aus Meschede hat sie wie einen Paravent vor den Kapellenfenstern aufgebaut. Herr Schäfer erläuterte die Bedeutung der einzelnen Fenster, die die zehn Sakramente darstellen.

Die Teilnehmenden waren an den Ausführungen sehr interessiert. Nach einem Gebet, Liedern und einem spirituellen Impuls durch Petra Kimm in der Kapelle saß die Gruppe noch im regen Austausch im Pfarrheim zusammen. Nach dem Petra Kimm den Pilgersegen gespendet hatte, trat die Gruppe den Weg zurück an.“ Vor Veränderungen muss man keine Angst haben“ meinte eine Teilnehmerin zum Abschluss mit Blick auf die gelungene Gestaltung der neuen Kapelle.

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