“ Vertrauen wagen“ Pilgern auf dem Westfälischen Jakobsweg

“ Vertrauen wagen“
Förderverein Jakobsweg Werne unterwegs auf dem
Westfälischen Jakobsweg von Warendorf über Telgte nach Münster

Ein Zusammentreffen der besonderen Art

Förderverein Jakobsweg pilgerte vom 10. – 11. Juli 2026 auf historischen Wegen des Münsterlandes

Werne. (kra-) Zu einem hochinteressanten Zusammentreffen mit einem früheren Werner Geistlichen kam es auf der jüngsten Pilgertour des Fördervereins Jakobsweg Werne e.V.: Dr. Michael Langenfeld, in den neunziger Jahren Vikar in Werne, empfing neun Frauen und zwei Männer aus der Lippestadt in der berühmten Wallfahrtskapelle in Telgte.

Der Ex-Werneraner ist heute Propst und Wallfahrtsrektor in Telgte. Er erläuterte den Besuchern in einfühlsamen Worten die Besonderheiten des Gnadenbildes der schmerzhaften Mutter. Diese außergewöhnliche, etwa 650 Jahre alte Pietà berührt seit Jahrhunderten zigtausende wallfahrende Menschen tief in ihrer Seele. So auch die vergleichsweise kleine Gruppe aus Werne.

Gabriele Kranemann, die Vorsitzende des Fördervereins und Pilgerbegleiterin der Pilgertour, freute sich über den intensiven Austausch mit Dr. Langenfeld und bedankte sich bei ihm für die herzliche Aufnahme mit einem kleinen symbolischen Geschenk. „Pilgern ist Meditation mit den Füßen. Daher ein kleiner Gruß aus Werne – eine von Pilgerinnen gestrickte Socke. Sie erinnert uns daran: Geh` Schritt für Schritt, heiter und gelassen!“, meinte sie.

„Vertrauen wagen“

Passend dazu lautete das Motto der Pilgertour „Vertrauen wagen“. Dieses Thema warf bei der Gruppe spannende Fragen auf, zumal sie in Telgte eine Heilige Maria kennengelernt hatten, die nicht nur auf Gott vertraute, sondern auch in sich selbst Vertrauen setzte. Der historische Jakobsweg des Münsterlandes lud außerdem dazu ein, Schritt für Schritt die Natur – und vielleicht auch an sich selbst Neues zu entdecken.

Gestartet waren die Pilgerinnen und Pilger frühmorgens am Freitag, 10. Juli, mit dem Zug von Werne nach Warendorf.  In zwei Abschnitten machten sie sich nach dem Pilgersegen in der Warendorfer Pfarrkirche St. Laurentius auf den Weg nach Müssingen und schließlich von dort aus nach Telgte, die letzten zweieinhalb von insgesamt rund 20 Kilometer durch den Ems-Auenpark.

Der nächste Morgen überraschte die Pilgerinnen und Pilger: Telgte wurde mit ungezählten Fahnen bunt geschmückt. Der Grund war die erwartete Ankunft von rund 5000 Wallfahrern, die in der Nacht von Osnabrück aus losgegangen waren. Vor deren Eintreffen hatten die Werner allerdings ihren Rucksack wieder geschultert, schließlich wollten sie noch mit Unterbrechungen an der „Pleister Mühle“ und der katholischen Kirche St. Mauritz bis nach Münster wandern. Und so geschah es auch.

Zufall oder Fügung?

Zufall oder Fügung?:  Während die Gruppe aus Werne zum Beginn ihrer Tour in St. Laurentius einer Trauerfeier zu einer Beerdigung beigewohnt hatten, erlebten sie in St. Mauritz die fröhlich-feierliche Taufe von Zwillingen. „Ein Kreis schließt sich“, sinnierte eine Mit-Pilgerin sichtlich gerührt und brachte es damit für alle auf den Punkt, „es geht immer weiter.“

 

 

 

 

 

 

 

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